Perfekte Kommunikation im Pkw mit Induktion

Es war mir immer schon eine innere Genugtuung, wenigstens einige Bereiche zu erleben, wo wir Schwerhörige einmal die Nase gegenüber Guthörenden etwas vorne haben. Das ist mir bereits im Jahre 1999 gelungen, als ich mir das erste Mal eine Induktionsanlage in einem Pkw installieren ließ. Ursprünglich als Versuch gedacht, könnte ich mir diese Hilfe heute nicht mehr wegdenken.

Unter uns gesagt: Eine solche Installation ist nicht ganz einfach. Es sind aufgrund der Schleifenverlegung im Dach und der zahlreichen Kabelführungen vom und zu Radio, Verstärker, Mikrofon und Batterie doch umfangreiche Umbauten im Pkw notwendig. Zudem bedarf es eines speziellen Verstärkers, der auch in einem Metall-Chassis mit induktiven Feldern umzugehen weiß. Und zu guter Letzt dient die Feinabstimmung dazu, mit der zunehmenden Elektronik in den heutigen Pkws ein gutes Einvernehmen herzustellen, um spätere Störungen im Betrieb auszuschließen. Hier sollte ein Fachmann nicht fehlen.

Nun ist es schon mein dritter Pkw mit einer solchen Anlage, und jedes Mal haben wir zusätzliche Features entdeckt, um das System zu vervollständigen, 2009 war es die Koppelung mit einer Telefon-Freisprechanlage. Das Besondere dabei ist, dass durch die Umschaltung des Hörgerätes auf Induktion nicht nur der Anrufer besser verstanden, sondern auch die eigene Stimme aufgrund eines Zusatzmikrofons gehört werden kann.

Das Resultat: Ein phantastisches Hörerlebnis selbst bei hohen Geschwindigkeiten auf Autobahnen, wichtige Außengeräusche können (nach Wunsch) mit einem Mikrofon zugeschaltet werden. Sollten mehrere Schwerhörige im Auto kommunizieren wollen, passiert dies mittels Innen-Mikrofon ebenso traumhaft, ein eventuell zugeschaltetes Radio stellt sich selbständig leiser, sobald jemand spricht.

Als absoluter österreichischer Fachmann stand mir jedes Mal Herr Ing.Alfred Sturma aus Wien zur Verfügung, und als Förderer dieser Innovatiion die Autofirma Jagersberger aus Weiz. Denn die Gesamtkosten betragen immerhin zwischen 2.500 bis 3.000 Euro.

Wenn also Guthörende mit mir im Auto fahren, dann ist es schon etwas Besonders, wenn ich behaupten kann, selbst eine feine klassische Musik mittels CD bei lauten Rollgeräuschen und hohen Geschwindigkeiten auf der Autobahn einwandfrei hören und zwischendurch auch noch ein Telefongespräch verständlich führen zu können.

Damit haben wir Schwerhörige tatsächlich die Nase vorn – wenngleich wir diese trotzdem nicht zu hoch tragen sollten. Aber freuen dürfen wir uns … Und das tue ich.

Interessenten können gerne bei mir nachfragen und bei Gelegenheit auch die Anlage im Pkw testen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 Hans Neuhold, Graz