Ein Dokumentarfilm von Andershörenden

(D2011, 21 min. UT)

Am 22. Juli 2011 war es endlich so weit. Der 21-minütige Dokumentarfilm „Das Paradies ist anders“ konnte im Nürnberger Filmhauskino uraufgeführt werden.

Unter Federführung der Schwerhörigenseelsorge der Evangelisch-Lutherischen Kirche Bayern und mit Unterstützung des Medienzentrums Parabol e.V. brachte ein ehrenamtliches Projektteam aus unterschiedlich Hörenden nach zweijähriger Arbeit die Dokumentation zu einem erfolgreichen Abschluss. Das Filmhauskino in Nürnberg war mit 80 Plätzen voll besetzt und die Resonanz war einhellig gut.

 

Da der Film nicht nur Betroffene sondern auch Guthörende als Zielgruppe hat, war die Konzeption des Films nicht einfach. Auch die Suche nach einem erfahrenen Regisseur, der sich auf die Belange Schwerhöriger einlassen konnte, gestaltete sich als langwierig. Denn das Team wollte nicht einen Film von anderen über sich haben, sondern die Inhalte und die Umsetzung weitestgehend selbst bestimmen.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen (selbstverständlich mit Untertiteln) und dürfte bis auf weiteres konkurrenzlos sein. Interviews, gespielte Szenen und ein Comic beleuchten die Situation von Schwerhörigen sehr treffend und nicht ohne Humor. Daneben werden die Funktionsweise von induktiven Höranlagen erklärt und weitere Möglichkeiten aufgezeigt, die Schwerhörigen das Leben leichter machen.

Die DVD wird voraussichtlich ab 15. September 2011 bei der Evangelischen Medienzentrale Bayern erhältlich sein (www.emzbayern.de/schwerhoerig).

Ursula Kölbel

 

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